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Unsere 20-seitige Kastellfest-Broschüre finden Sie hier unter Deutzer Kastellfest oder in gedruckter Form über unsere Geschäftsstelle. foerderverein-hpd@arcor.de

“Fördervereins Historischer Park Deutz e.V.”

 
Gegründet am 11.11.2011 ist der Förderverein HPD die Nachfolgeoranisation der Bürgerinitiative BID. “BID” steht für “Bürger für die Erhaltung des kulturellen Erbes in Deutz” oder kurz und knapp für “Bürgerinitiative Deutz” und ist seit dem 11.11.2011 als Arbeitsgruppe im “Förderverein Historischer Park Deutz e.V.” aufgegangen.
 
 Ins Leben gerufen als ein loser Zusammenschluss von Kölner bzw. Deutzer  Bürgern, die sich -historisch interessiert- für einen besseren und angemesseneren Umgang mit den Relikten der Deutzer Vergangenheit einsetzten, insbesonders bei der Integration der archäologischen Befunde von Deutz in die Pläne für den neuen Rheinboulevard mit der großen Ufertreppe am Deutzer Rheinufer.
 

Viel ist es leider nicht mehr,

was in Deutz, dem rechtsrheinischen Teil der Kölner Innenstadt,   an die über 1700jährige Geschichte der bis 1888 selbstständigen und von den Römern gegründeten Stadt erinnert. Und genau diese wenigen Reste wollen wir bewahren, erhalten und erlebbar machen. Sie sollen weitestgehend sichtbar und erlebbar, als Bestandteile des zukünftigen “Historischen Park Deutz” innerhalb des neugestalteten Deutzer Rheinufers, für Deutzer, Kölner und Kölntouristen zu erfahrbaren Zeugen der höchstspannenden 1700jährigen Geschichte des rechtsrheinischen Teils der Kölner Innenstadt werden.

Grabungsfeld am Deutzer Rheinufer im Oktober 2010. Bildmitte : Grundmauern und aufgehendes Mauerwerk von Alt St. Urban, der ersten Pfarrkirche des rechtsrheinischen Köln (9.-12.Jahrhundert)

Wie alles begann

Bei den vorbereitenden Arbeiten für den Bau des geplanten neuen Rheinboulevards und des neuen Hochwasserschutzes wurden im Sommer 2010 durch das Römisch-Germanische-Museum Köln umfangreiche archäologische Untersuchungen vorgenommen. Diese Grabungen in Deutz haben Aufsehen erregende und sensationelle archäologische Funde zutage gebracht, die viel besser erhalten waren, als erwartet wurde. So konnte aufgehendes Mauerwerk und weitere Befunde des spätrömischen Brückenkastells Divitia (erbaut 310-315 n.Chr.) freigelegt werden, wie auch Grundmauern der ersten Deutzer Pfarrkirche “St.Urban” aus dem Mittelalter (9.-12.Jhdt.)  mit dazu gehörendem Friedhof, der gut erhaltene Unterbau eines mächtigen mittelalterlichen Wohn- und Wehrturms (12.Jhdt.) der Grafen von Berg sowie Reste preußischer Wehranlagen und Ziegelbauten des Bahnhofes der Bergisch-Märkischen-Eisenbahn (1882-1913). Und das alles auf einer Fläche kleiner als ein Fußballplatz – aber im Planungsbereich des neuen Deutzer Rheinboulevards.

http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln-Deutz#Rheinboulevard

Bilderrätsel : Was soll diese halbrunde Aussichtsloge in der Treppe des geplanten Rheinboulevards darstellen ?

Nur  das Ausgraben und Dokumentieren dieser Funde mit anschließendem Zuschütten oder gar Einbetonieren zu Gunsten von Boulevard und Ufertreppe hatten wir bereits sehr früh abgelehnt.  Doch genau das war ursprünglich seitens PLANORAMA und der Kölner Stadtverwaltung im Bereich des neuen Rheinboulevards geplant. Nicht ein einziger Originalbefund der archäologische Schätze aus Römerzeit und Mittelalter sollte nach diesen Plänen einmal in Rheinboulevard und Freitreppe zu sehen sein. Lediglich aufgeraute Betonbänder sollten ihre Lage kennzeichnen. Der nordwestliche Eckturm des römischen Kastells, der so genannte “Schinkenkessel”,  war  in Form einer “Aussichtsloge zur Kölner Altstadt” in die Freitreppe eingeplant. Dabei würde eine Kombination aus antiker und moderner Bausubstanz das Projekt Rheinboulevard in unschätzbarer Weise aufwerten und die Treppe zum Rhein würde sich von den vielen anderen Rheintreppen (Düsseldorf, Basel und demnächst sogar Wesseling) wohltuend unterscheiden und könnte so zu einem weiteren touristischen Highlight für Köln und Deutz werden. Wir fordern daher seit Bestehen unserer Bürgerinitiative die Schaffung des “Historischen Park Deutz”. Der Rat der Stadt Köln hat ihn in der Ratssitzung vom 14.07.2011 mit großer Mehrheit beschlossen und auf Anregung der BID und von Fortis Colonia e.V. ein Moderattionsverfahren zur Realisierung dieses Parks und der damit verbundenen Integration der historischen Schätze von Deutz in die Pläne für den neuen Rheinboulevard ins Leben gerufen.

Aus der BID wurde am 11.11.2011 der “Förderverein für den Historischen Park Deutz e.V.”

Der historische Kern von Deutz, mit den Resten des spätrömischen Kastells Divitia, den eindrucksvollen geschichtlichen Zeugen aus Mittelalter und Neuzeit, wie auch die Kirche und alte Abtei St. Heribert mit der Krypta und dem ersten Grab des heiligen Sankt Heribert, und  die historischen Gewölbekeller unter der Abtei, werden Bestandteile der Planungen für einen historischen Park und die Neugestaltung des Deutzer Rheunufers.
 

11 Mitglieder und Freunde der BID gründeten am 11.11.11 den Förderverein Historischer Park Deutz e.V.

Die Gründung eines gemeinnützigen Vereins wurde daher notwendig und am 11.11.2011 von 11 Mitgliedern und Freunden der BID vollzogen  (siehe auch unter “Neuigkeiten & Termine”). Aus der 2010 gegründeten Bürgerinitiative BID wurde der “Förderverein für den Historischen Park Deutz e.V.”, denn dieser von uns angestrebte historische Park wird sicher nicht innerhalb des Projektes Rheinboulevard der Regionale 2010 zu realisieren sein. Hier wird noch über Jahre bürgerschaftliches Engagement  mit kritischer und konstruktiver Begleitung notwendig sein.

Interessenten, aktive “Mitstreiter” und Förderer aus allen Bereichen der Gesellschaft sind herzlich eingeladen sich unserer Sache anzuschließen und können sich gerne bei uns melden. Bitte nutzen Sie für eine erste Kontaktaufnahme, für Fragen oder Anregungen unser eMail-Kontaktformular oder unser Gästebuch.

 

Erste öffentliche Veranstaltung innerhalb des Moderationsverfahrens der Stadt Köln zum Thema "Historischer Park Deutz" am 07.07.2011 im Domforum in Köln.

Der “Runde Tisch”, das von der BID angeregte und von der Stadt Köln ins Leben gerufene Moderationsverfahren, nahm am 07.07.2011 mit einer ersten öffentlichen Veranstaltung seine Arbeit auf und wurde am 07.12.2011 mit einem letzten Workshop beendet.

Am 07.07.2011 begann das Moderationsverfahrens der Stadt Köln “Historischer Park Deutz”  mit einer ersten von drei öffentlichen Veranstaltung im Domforum. Auf Anregung der BID wurde die Moderation des gesamten Verfahrens von Herrn Professor Dr. Heinz Günter Horn übernommen.  Die technische Moderation hatte das HdAK im Auftrag der Stadt Köln. Zwei öffentliche und zwei nicht öffentliche Sitzungen (in Form von zwei Workshops mit Teilnehmern der BID, Fortis Colonia, des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, der Stadtverwaltung, Politik und Gesellschaft) folgten im Laufe des Jahres.

Das Moderationsverfahren wurde am 07.12.2011 mit dem 2.Workshop erfolgreich beendet. Die gute und konstruktive, sicher auch manchmal kontroverse Zusammenarbeit in den Workshops hat zweifellos zu einem Ergebnis geführt, das sich sehen lassen kann. Wir sind gespannt, wie die vielen guten Ideen und Gestaltungsvorschläge jetzt durch das Landschaftsbüro Planorama umgesetzt und in die neuen und endgültigen Pläne für Rheinboulevard und Historischen Park Deutz eingefügt werden.

Luftbild Volker Dennebier

Die Verkehrsanbindung des Max Cologne: Das große Problem für den Historischen Park Deutz !

Nach Abschluss des Moderationsverfahrens wird nun aber ein Problem deutlich, das im Laufe des Verfahrens leider nur völlig unzureichend behandelt wurde und die guten Ergebnisse jetzt in Frage stellen könnte: die geplante und von der Stadt Köln genehmigte Verkehrsanbindung von MaxCologne, die von Norden über die Urbanstraße und durch das Gebiet des geplanten Historischen Park Deutz vorgesehen ist. Dies würde für diesen Bereich allerdings eine enorm hohe Verkehrsbelastung bedeuten.

Der Bauträger Hochtief spricht in einem eigenen Gutachten vom 20. September 2011 selber von einem zu erwartenden Verkehrsaufkommen von täglich “1.176 bis 1276 Fahrten”.  Unberücksichtigt ist dabei noch der tägliche Besucherverkehr Max Cologne, die An- und Abfahrten der Mitarbeiter und Besucher des LVR, des Caritas-Altenzentrums, der Griechisch-Orthodoxen-Kirchengemeinde, der privaten Bewohner des Appartementhauses und der Besucher und Lieferanten der ortsansässigen Gastronomie.

Zur Verkehrsentlastung und zur Rettung der Pläne für den Historischen Park Deutz fordern wir daher gemeinsam mit Fortis Colonia e.V. und dem Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz e.V.  (Regionalverband Köln) ein neues verkehrsberuhigendes Konzept zu entwickeln, das der großen historischen Bedeutung und dem hohen archäologische Wert des Ortes entspricht. 

 

Modell des spätrömischen Kastells "Divitia" im Römisch-Germanischen-Museum in Köln

„Das römische Kastell Divitia war der Nucleus der Entwicklung des rechtsrheinischen Köln“   

Zitat : Dr. Marcus Trier, kom. Leiter der Kölner Bodendenkmalpflege und des Römisch-Germanischen Museums in Köln, anlässlich der Podiumsdiskussion der „BID“ am 13.01.2011 (Nucleus : lat. für Zellkern, Zellkörper, Keimzelle)

 

 

 

 

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